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Frauen an die Macht ist das Motto der amüsanten Westernkomödie „Bandidas“.   

Im Jahr 1880 wollen die Amerikaner Eisenbahnlinien nach Mexiko erschließen. Angeführt werden die Amerikaner durch Jackson, perfekt böse dargestellt durch Dwight Yoakam. Er tötet, um an das Land von armen Bauern zu kommen, den Vater der erfolgsverwöhnten Sara, gespielt von Salma Hayek. Nacheinander kauft Jackson, als Inhaber von Banken, das Land von den Bauern für einen Peso ab. Wer sein Land nicht hergeben will, wird erschossen, so auch der Vater der Bauernmagd Maria (Penélope Cruz). Nach einigen Streitereien finden sich Maria und Sara, vom Leben enttäuscht, zusammen. Sie wollen die Mörder ihrer Väter bestrafen und den Armen ihr rechtmäßiges Geld zurückgeben, indem sie Jacksons Banken ausrauben.

Da ein erster Versuch nur mit viel Glück gelingt und in Streit endet, gehen sie bei Bankräuber Bill Buck in die Lehre. Nach kurzem Training finden die zwei ungleichen Bandidas zueinander. Maria erweist sich als gute Schützin, wohingegen sich Sara eher im Messerwerfen eignet. Nach absolvierter Lehre rauben die Bandidas fast sämtliche Banken von Jackson aus und werden schon bald per Steckbrief gesucht. Jackson lässt Detektiv Quentin Cooke kommen, der den Mord an Saras Vater als Selbstmord darstellen und die beiden aufspüren soll. Der Detektiv wird schon bald von den Bandidas gefangen. Sie erklären ihm ihre Lage und nach kurzer Zeit verliebt er sich in die beiden. Fortan raubt er gemeinsam mit dem Duo die Banken aus.

Die Story des Films ist niveaulos und weist deutliche Parallelen zu „Viva Maria“ auf, so heißt hier wie dort die Hauptdarstellerin Maria. Wurde in „Viva Maria“ der Striptease erfunden, so ist es in diesem Film das Küssen. Zwei resolute Hauptdarstellerin und perfekt agierende Nebendarsteller machen den Film zum Vergnügen. Für „Vanilla Sky“ Star Penélope Cruz und für Salma Hayek, bekannt u.a. aus „Desperado“, ist dieser Film die erste Zusammenarbeit. Sie spielen perfekt die Bandidas. Die Darstellung ist glaubwürdig, wenn auch etwas übertrieben und selbstverliebt. Steve Zahn spielt den naiven und tollpatschigen Detektiv Quentin Cooke amüsant und sympathisch. Der Detektiv ist quasi Sherlock Holmes mit deutlichen Verbindungen zu CSI-Ermittlungsmethoden. Auch Dwight Yoakam ist als fieser Gangster glaubwürdig besetzt. Sam Shepard spielt den mürrischen aber netten Bankräuber-Ausbilder Bill Buck. Er erinnert deutlich an Jack Palance als Cowboy in „City Slickers – Die Großstadthelden“.  Fazit: Ein perfekter und erfrischender Sommerfilm. Die Story ist zwar bereits aus vielen Western bekannt, die Regieneulinge Espen Sandberg und Joachim Roenning variieren sie amüsant und kurzweilig. Die Landschaftsaufnahmen von Mexiko sind faszinierend. Den Darstellern ist der Spaß an ihren Rollen anzumerken. Negativ zu bemängeln ist, dass sich der Film einiger Klischees bedient, die aber dem Zuschauer aufgrund des rasanten Tempos kaum auffallen.   

Bewertung: 5 Punkte    (5 Punkte: sehr empfehlenswert; 1 Punkt: nicht empfehlenswert)  

 


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