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Bereits vor dem US-Kinostart sorgte der Film „Snakes on a Plane” unter Fans im Internet für viel Aufsehen. Ihre Erwartungen waren hoch und werden mit diesem amüsanten Actionfilm nicht enttäuscht.

Sean Jones beobachtet zufällig auf Honolulu einen von Gangsterboss Eddie Kim in Auftrag gegebenen Mord. Die Gangster setzen alles daran, dass Sean nicht gegen sie aussagen kann, sondern als Leiche enden soll. Für Seans Sicherheit wird FBI-Agent Neville Flynn beauftragt, der Sean sicher nach Los Angeles eskortieren soll, damit er gegen Eddie Kim und seine Bande aussagt. Neville wählt den Luftweg. Um dem Kronzeugen Sean optimale Sicherheit zu garantieren, beansprucht Neville die komplette First Class für sich. Aber der Flug soll nicht gemütlich werden.

An Bord der Maschine sind jede Menge Klischeefiguren, z.B. eine nervende Göre mit kleiner Hündin, ein Passagier, der unter Flugangst leidet, ein Liebespaar, ein Hip Hop Sänger samt dicken Bodyguards, ein genervter Geschäftsmann, ein Baby und ein Kickboxer. Auch bei der Besatzung wurde nicht an Klischees gespart. Der Pilot flirtet ständig mit den Crewmitgliedern, der Steward ist schwul und eine Stewardess steht kurz vor der Pensionierung. Alle Figuren an Bord des Fluges sind so stark klischeehaft überzeichnet, dass es wiederum Spaß macht, sie in peinlichen Situationen zu sehen.

An Bord des Nachtflugs 121 sind zudem noch Hunderte exotischer Giftschlagen, die von Eddie Kim eingeschmuggelt wurden. Zunächst scheint alles ein normaler Flug zu werden. Keine besonderen Vorkommnisse trüben den Flug. Das Essen ist nicht vergiftet, es sind auch keine Terroristen an Bord. Durch eine Explosion werden die Schlangen aus dem Lagerraum mittels Luftschächten in die sogenannte Holzklasse direkt zu den Passagieren geschleust. Zu spät merken die Passagiere und die Besatzung, dass etwas gründlich daneben geht und der Flug in großer Gefahr ist.

Die Schlangen sind perfekt animiert und sorgen nach und nach für eine Reduzierung der Passagierzahl. Der Zuschauer weiß dabei immer genau, wer als nächstes dran glauben muss. Wie die Schlangen die Fluggäste töten, ist sehr humorvoll und abwechslungsreich umgesetzt. Es kommt im Film zu keiner Zeit Langeweile auf.

In der Rolle des FBI-Agenten Neville Flynn glänzt Hollywood Superstar Samuel L. Jackson. Er spielt den Agenten, der jederzeit die Kontrolle über die Schlangen hat, perfekt. Er hat riesigen Spaß an seiner Rolle. Sean Jones wird von Nathan Phillips verkörpert. Auch er meistert seine erste große Kinorolle gut. Er bleibt unauffällig und dennoch sympathisch.  Die übrigen Darsteller ragen nicht heraus, sie dienen größtenteils als Schlangenfutter. Sie sind so klischeehaft dargestellt, dass es die reine Freude ist, ihnen beim Sterben zuzusehen. Sämtlichen Darstellern ist die Spielfreude anzumerken. Blass bleibt lediglich Flex Alexander in der Rolle des durchgedrehten Hip Hopers Three G´s und seine beiden Bodyguards.

Fazit: Der Film ist als purer Spaß anzusehen. Logik sucht man dagegen im Film vergebens. Regisseur David R. Ellis ist ein amüsanter, äußerst kurzweiliger und spannender Actionspaß gelungen. Die Schlangen sind gut und in dieser Anzahl noch nie auf einem so engen Raum aufgetreten. Nette Einfälle zeichnen den Schlangenfilm aus. Einige bewusste Klischees stören etwas. Der Schluss des Films kommt zu plötzlich und entbehrt jeglicher Logik.   

Bewertung: 4 Punkte    (5 Punkte: sehr empfehlenswert; 1 Punkt: nicht empfehlenswert)


1 Kommentar zu “Schlangenalarm an Bord: Snakes on a Plane”

richtig: der schluss ist wirklich unlogisch.

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