Suchen

In den 80er-Jahren weltbekannt ist Alex Fletcher (Hugh Grant) in Vergessenheit geraten. Durch Superstar Cora Corman (Haley Bennett) bekommt er eine zweite Chance. 

Der in die Jahre gekommene Alex Fletcher war in den 80er-Jahren mit der Band PoP erfolgreich. Heute ist er in Vergessenheit geraten. Nach einem misslungenen Versuch als Solokünstler muss er sich mit Auftritten auf Jahrmärkten, Erntedankfesten oder Nostalgiekonzerten mehr schlecht als recht herumschlagen. Megastar Cora Corman, die ein großer Fan von Alex Fletcher ist, gibt ihm die Chance auf ein Comeback. Innerhalb von sieben Tagen soll er einen Song für sie schreiben. Doch Alex leidet an einer Schreibblockade und auch sein Agent liefert keine Ideen zu einem neuen Song. Sein Comeback scheint zum Scheitern verurteilt, zudem auch das Showduell der 80-Jahre Ex-Popstars ein Reinfall ist. 

Wie der Zufall es will, beschäftigt Alex mit der hübschen Sophie Fisher (Drew Barrymore) eine Pflanzengießerin, die sich als geniale Texterin entpuppt. Zuweilen gießt sie auch Plastikpflanzen, daher ist sie für das Pflanzengießen eher ungeeignet. Darum engagiert Alex sie als Songwriterin, um mit ihr den Song für Cora zu schreiben. Sophie liefert immer neue Ideen und langsam verlieben sie sich immer mehr ineinander. Mit Sophie erwacht Alex zu neuem Leben und sein Erfolg rückt in greifbare Nähe. Auch die vom Leben enttäuschte und deprimierte Sophie findet Spaß mit Alex. Zusammen kreieren sie einen völlig neuen Song im Stil der 80er-Jahre und können damit auch Cora begeistern. Dumm nur, dass die vom Buddhismus faszinierte Cora die Vorlage verhunzt und der Text von Sophie kaum wiederzuerkennen ist. 

Die Akteure des Films machen ihre Sache gut. Allen voran Hugh Grant. Er überzeugt als etwas gealterter aber noch immer motivierter Sänger Alex Fletcher. Er spielt sympathisch und seine Tanzkünste und der Hüftschwung sind einfach perfekt. An seiner Seite spielt Drew Barrymore eindringlich das naive und schüchterne Mädchen. Die beiden geben ein perfektes Liebespaar ab. Auch die Nebendarsteller sind gut besetzt, sei es der unmusikalische Hotelangestellte oder Sophies ehemaliger Freund, der ein Buch über ihr gescheitertes Leben veröffentlicht hat, von dem Sophie überhaupt nicht begeistert ist. Allein Haley Bennett als Megastar Cora bleibt blass. Ihre Darstellung ist zu überzogen und wenig glaubhaft. 

Fazit: Mitten ins Herz ist ein romantischer Film ohne große Höhepunkte. Mit einer gradlinigen Story steuert der Film zielsicher ins Happy End. Gekonnt pendelt er zwischen Liebesromanze, Musikfilm und Komödie. Die fiktive 80er Band PoP ist überzogen kitschig dargestellt. Ihr peinliches Video fängt perfekt den Zeitgeist der 80er-Jahre ein und amüsiert auf seine Weise. Die Songs sind einprägsam, gehen mit der Zeit aber auf die Nerven. Der perfekte Film für Romantiker oder Nostalgiker. Ohne Anspruch liefert Regisseur Marc Lawrence einen süßlichen und belanglosen Film ab. Ein Hollywood Märchen, das besonders das weibliche Publikum begeistert. 

  

Bewertung: 3 Punkte 

  

(5 Punkte: sehr empfehlenswert; 1 Punkt: nicht empfehlenswert)


1 Kommentar zu “Mitten ins Herz – Ein Song für dich”

Ich muss ehrlich zugeben, dass der Film mir echt gefallen hat. Normalerweise steh ich ja nicht auf solche Liebesgeschichten, aber Mitten ins Herz hat es tatsächlich geschaft.

Übrigens ist das Musikvideo zu der Titeltmusik auch richtig genial 🙂

Möchtest Du antworten?


26 queries. 0,091 seconds.