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Daniel Craig ist Bond, James Bond. Nach Barry Nelson und David Niven ist er der dritte Bond-Darsteller für Ian Flemings Debütroman „ Casino Royale” von 1953. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängerfilmen hält sich Regisseur Martin Campbell enger an die Romanvorlage, dichtet jedoch dem Film typisch exotische Schauplätze hinzu.
„Casino Royale“ erzählt die Vorgeschichte zu den James Bond-Filmen. Bond ist neu im Gewerbe der Geheimagenten und muss sich die Doppelnull-Lizenz noch erwerben. Diese bekommt er für die brutale Ermordung zweier Gangster. Als Doppelnull im Auftrag des britischen Geheimdiensts MI-6 hat er die Lizenz zum Töten und damit eine kurze Lebenserwartung. Daniel Craig geht brutaler zur Sache als sein smarter Vorgänger Pierce Brosnan. Gleich zu Beginn lässt Bond in einer brutalen Verfolgungsjagd eine komplette Botschaft in die Luft fliegen, ohne den Verbrecher lebend dem MI-6 auszuliefern. Dadurch verspielt er die Sympathiepunkte bei seiner Vorgesetzten M (Judi Dench). Trotzdem wird er mit einem neuen Auftrag betraut. Er soll den Banker Le Chiffre (Mads Mikkelsen) bezwingen.
Le Chiffre ist ein Banker der für die Terroristen der Welt Geld anlegt. Er versucht mit brutalen Anschlägen und den daraus resultierenden Kursschwankungen an der Börse gutes Geld zu machen. Da Bond den geplanten Anschlag auf einen Flugzeug-Prototyp in letzter Sekunde vereiteln kann, ernennt Le Chiffre ihn zu seinem Erzfeind.
Bei einer Pokerrunde kommt es zum erbitterten Duell. Die zehn besten Pokerspieler der Welt treten im Casino Royale an einem Turnier mit einem Buy-In von 10 Millionen Dollar (7,5 Millionen Euro) und einem Re-Buy von 5 Millionen Dollar gegeneinander an. Der Sieger des Turniers bekommt das komplette Startgeld. Gespielt wird die beliebte Variante No Limit Texas Hold´em. Jeder Spieler bekommt zwei verdeckte Karten. Auf dem Tisch werden bis zu fünf Karten aufgedeckt. Sieger ist, wer zum Schluss die beste Kartenkombination vorlegen kann. Zunächst sieht alles nach einer Niederlage von Bond aus. Er interpretiert den Bluff von Le Chiffre falsch und verliert sein komplettes Startgeld. Erst nach und nach kommt er dahinter, dass in den eigenen Reihen ein Maulwurf stecken muss. Die Pokerszenen sind leider Hollywood-Like dargestellt. Zu viele Spieler schauen sich den Flop an, besonders in der finalen Hand kommt es zu einer unglaublichen Steigerung perfekter Hände.
Ein Bond Film, an dem fast alles stimmt. Der neue Darsteller Daniel Craig bewältigt den Job erstaunlich souverän. In den letzen Bond Filmen entstanden immer mehr Special-Effekte am Computer. Dieser Film ist eine Abkehr vom Computer hin zu realistischer Action. Der Film gipfelt in vielen Höhepunkten. Einige Actionszenen sind schier unglaublich und an Spannung kaum zu übertreffen. So liefert sich Bond bereits zu Beginn eine wilde Verfolgungsjagd in schwindelnder Höhe. Gelungen ist auch die Flughafenszene und der finale Showdown in Venedig, bei dem ein komplettes Haus in den Kanälen versinkt.
Nur Grundzüge des Romans von Ian Fleming sind übernommen worden, die exotischen Schauplätze sind zwar teilweise überflüssig, gehören aber in einen Bond-Film rein. Der Film bricht mit vielen Traditionen, die der Zuschauer jedoch nur teilweise vermisst. Im Vorspann tanzen keine nackten Frauen, die Liebesgeschichte ist nur wenig ausgereift, keine Miss Moneypenny und auch kein Q. Somit verzichtet James Bond auf technische Spielereien, die auch in der Ian Flemings Vorlage nicht vorgesehen sind. Beim Wodka Martini gönnt sich der neue Darsteller einen genüsslichen Seitenhieb auf die früheren Filme.
Die Darsteller sind gut gewählt. Einen besseren Mann als Daniel Craig hätte Martin Campbell nicht finden können. Er erweist sich als perfekter Ersatz für Pierce Brosnan.  Madds Mikkelsen als blutweinender Bösewicht Le Chiffre spielt fies, wenn er auch kleine darstellerische Schwächen hat. Gute Nebenfiguren wie z.B. Judi Dench als M oder Jeffrey Wright als Bankier Felix Leiter runden das Vergnügen ab.
Fazit: Ein fast rundum gelungener Film. Realistische Action, hohe Spannung, gute Darsteller und wohldosierter Humor machen den neuen Bond zu einem der besten Bond Filme. Die Story ist ausnahmsweise mal realistisch und verzichtet auf unnötige Spielereien. So kann es mit Bond gerne weitergehen. 
Bewertung: 5 Punkte
 
(5 Punkte: sehr empfehlenswert; 1 Punkt: nicht empfehlenswert)


3 Kommentare zu “James Bond 007: Casino Royale”

Hab den Film auch gesehen, der is echt klasse! Der Teil nach der Folterszene war aber eher langweilig, nur Geturtel. Aber der Schluss bringt die Action wieder zurück!

endlich mal ein bond der nicht ganz wie ein muttersöhnchen aussieht..!

Wie ich finde ein klasse Actionfilm! Freu mich auf den neuen Bond dieses Jahr!

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