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Die neue Dreieckskomödie von Anthony und Joe Russo dreht sich um ein glücklich verheiratetes Paar, das unerwartet einen Untermieter aufnimmt.

Molly Peterson (Kate Hudson), Lehrerin in einer Grundschule und Carl (Matt Dillon), ein erfolgreicher Stadtplaner, der gerade von Mollys Vater (Michael Douglas) befördert wurde,  sind frisch verheiratet. Sie wollen in ihrem neuen Haus entspannte Flitterwochen genießen. Die Flitterwochen laufen anders als geplant. Schon am ersten Abend kommt Carls Bruder Randy Dupree (Owen Wilson) vorbei. Randy, ihr Trauzeuge, hat seinen Job und seine Bleibe verloren. Bis er einen neuen Job gefunden hat, will er als Untermieter bei ihnen bleiben. Aus Mitleid nimmt das Paar Randy auf, was sich jedoch als schwerer Fehler erweist.

Randys Bemühungen, schnell einen Job zu finden, bleiben erfolglos. Seine Einstellungen zur Arbeitswelt sind nicht arbeitsplatzfördernd. Der Gast ist zwar liebenswert, aber ein Trottel. Alles was er anpackt, läuft schief. So abonniert Randy für sich und das Paar Pay-TV. Kurzerhand wird der Anrufbeantworter neu besprochen. Auch die Toilette lässt Randy mehrmals überlaufen. Der Männerabend samt Baseballspiel und Dominas erweist sich vorerst als Tiefpunkt. Randys Problem ist, dass er Spaß am Leben haben will. Die Jobsuche bleibt trotz mehr oder weniger intensiver Bemühungen für ihn nur zweitrangig. Da Carl und Molly eher an die Arbeit denken und Randy ihnen lästig wird, ist die Ehe schon bald auf eine harte Zerreißprobe gestellt. Mit Gutmütigkeit tolerieren Carl und Molly sein Verhalten und hoffen auf Besserung. Randy bedauert zwar seine Missgeschicke, kann sie aber nicht verhindern. Als das Haus Feuer fängt, reicht es dem Paar und es wirft Dupree aus dem Haus raus. Doch nach kurzer Zeit nehmen sie ihn wieder auf.

Sympathieträger des Films ist die Nervensäge Randy Dupree, gespielt von Owen Wilson. Er bleibt den Film über sympathisch. Kate Hudson als Lehrerin, die sich nicht richtig zwischen ihrem Mann und Randy entscheiden kann, spielt passabel. Sie ragt in der Darstellerriege aber nicht heraus. Matt Dillon enttäuscht in der Rolle des Ehemanns. Der Zuschauer weiß nicht so recht, wie sein Verhalten zu beurteilen ist. Liebt er nun Molly, lebt er für seine Arbeit oder ist ihm sein Bruder Randy wichtiger? Großer Pluspunkt ist Michael Douglas. In der Rolle des Vaters von Molly und zugleich als schmieriger Chef von Carl, kann er glänzen. Er kann Carl offensichtlich nicht leiden und setzt alles daran, ihm das Leben zur Hölle zu machen. In einer lächerlichen Nebenrolle tritt der Fahrradprofi Lance Armstrong auf, der Carl die Butter reicht.

Fazit: Der Film ist spürbar in zwei Hälften aufgeteilt. In der ersten Hälfte weist die Dreieckskomödie dank Situationskomik viele amüsante Einfälle und nette Gags auf. Diese sind zwar nicht durchweg gelungen, doch man kann sich gut amüsieren. Nach dem Hausbrand verflacht der Film immer mehr. Es sind kaum noch Gags zu finden. Er wird moralisierend und flach. An Klischees wird nicht gespart. Die Geschichte ist aus anderen Filmen bekannt, neue Ideen werden nicht entwickelt. Die Regisseure wissen nicht genau, was sie mit ihrem Film sagen wollen. Soll er eine Komödie oder ein Liebesfilm sein? Insgesamt ein typisch amerikanischer Film, der in Deutschland keinen großen Erfolg haben wird.

   

 

Bewertung: 2 Punkte

  (5 Punkte: sehr empfehlenswert; 1 Punkt: nicht empfehlenswert)


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