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Wicker Man ist ein Remake des gleichnamigen britischen Mysterythrillers aus dem Jahr 1973 mit Christopher Lee in der Hauptrolle. Das Original war nie in Deutschland zu sehen und auch auf das Remake hätten wir gerne verzichtet. 

Der kalifornische Polizist Edward Malus (Nicolas Cage) wird Zeuge eines Verkehrsunfalls, bei dem er den Tod beider Autoinsassen nicht verhindern kann. Da der Wagen in Feuer aufgeht, werden die Leichen, ein junges Mädchen und eine ältere Frau, nie gefunden. Malus ist verzweifelt und nimmt sich eine Auszeit bei der Polizei. Eines Tages bekommt er ein Brief von seiner Ex-Frau, die ihre Tochter vermisst und Malus um Hilfe bittet. Das Mädchen auf dem Bild sieht dem Mädchen im verunglückten Auto zum Verwechseln ähnlich. 

Malus macht sich auf den Weg zu seiner geschiedenen Frau, die auf der abgelegenen Insel Summers Isle lebt. Von den Einheimischen wird er mit Argwohn empfangen. Die Gemeinde lebt zurückgezogen ohne Elektrizität und wirtschaftlichen Fortschritt. Fremde werden von den Bewohnern nicht geduldet. Zunächst ist Malus von den fremden Sitten beeindruckt. Erst langsam merkt er, dass es eine feminine Gesellschaft ist, die Männer nur zum Arbeiten verwendet. Beim ersten Kontakt mit seiner Frau, die auf der Insel Schwester Willow genannt wird, bemerkt er ihre Angst, ihm von dem verschwundenen Mädchen zu erzählen. Bei der Suche nach dem Mädchen kommt Malus nicht richtig weiter, da ihm von den Einheimischen nur Lügen aufgetischt werden und selbst seine Ex-Frau ihm nicht alles erzählt. Erst spät kommt er dem wahren Treiben auf die Schliche und erfährt am eigenen Leib ihre Sitten und Bräuche. 

Als Herrscherin der Insel präsentiert sich Schwester Summersisle (Ellen Burstyn). Sie unterdrückt die männliche Bevölkerung und feiert mysteriöse Rituale, bei denen Menschenleben geopfert werden. Alles sieht danach aus, als ob das verschwundene Mädchen das nächste Opfer sein soll. 

Nicolas Cage ist auch mit diesem Film weiter in seinem Karrieretief. Er schafft es nicht, seine Rolle mit Leben zu füllen. Er agiert lustlos und gelangweilt. Der Zuschauer ist dem Hauptdarsteller in der Handlung immer einen Schritt voraus. Auch die Herrscherin des mysteriösen Volkes, Ellen Burstyn, ist eine Enttäuschung. Sie passt einfach nicht in die Rolle einer menschenverachtenden Herrscherin. Sie erinnert eher an Miss Marple als an eine Königin eines Volkes. Harmloser wie Ellen Burstyn hätte niemand die Rolle spielen können. Auch die übrigen Bewohner der Insel können nicht überzeugen, allen voran das kleine Mädchen, gespielt von Erika-Shaye Gair, welches leider kein schauspielerisches Können vorweisen kann. 

Fazit: Das große Problem des Films ist die Ziellosigkeit. Zentrale Fragen beantwortet der Film nicht. Was hat es mit dem Wicker Man auf sich? Was passierte wirklich bei dem Autounfall? Wieso feiert die Bevölkerung von Summers Isle die Rituale? Weshalb wurde das Bild vom Erntefest des letzten Jahres entfernt? Wieso kommt dem Polizisten kein Kollege zur Hilfe, obwohl es sich um eine polizeiliche Ermittlung handelt? Wieso erscheint dem Polizisten ständig das kleine Mädchen? Was soll die ganze Angstmache? Richtig gruselig wird der Film leider nie. Zu keiner Zeit kann der Film für Spannung sorgen. Der Film ist äußerst zäh. Die Ermittlungen von Malus gestalten sich als langwierig und belanglos. Über weite Strecken des Films passiert absolut nichts. Zudem ist die Story von „Wicker Man“ veraltet und die Gruselmomente sind einfach nicht gruselig. War das Original noch sehenswert, so ist das Remake ein weiterer Film, den die Welt nicht gebraucht hätte. 

  

Bewertung: 1 Punkt 

  

(5 Punkte: sehr empfehlenswert; 1 Punkt: nicht empfehlenswert)


1 Kommentar zu “Gruselhorror: Wicker Man – Ritual des Bösen”

Kann es sein, dass der Autor das Original nicht kennt?

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