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Jenny ist mit Superkräften ausgestattet. Ein ums andere Mal muss sie New York vor der Katastrophe retten. Als sie sich in Matt verliebt, wird ihr wahrer Charakter sichtbar. 

Der schüchterne Matt Saunders (Luke Wilson) ist Single und arbeitet erfolgreich in einem New Yorker Architekturbüro. In der U-Bahn lernt er Jenny Johnson (Uma Thurman) kennen und lässt sich auf eine Beziehung ein. Er ahnt jedoch nicht, dass es sich bei Jenny um das Medienumworbene G-Girl handelt. Zunächst verläuft die Beziehung ohne Probleme. Erst spät vertraut Jenny ihm ihr wahres Ich an. Langsam beginnt Matt zu zweifeln, ob Jenny wirklich die richtige für ihn ist. Zum einen ist ihm seine erste Beziehung zu heftig, so wird beim Sex jedes Mal das Zimmer demoliert, zum anderen ist er eigentlich in Hannah Lewis (Anna Faris) verliebt, mit der er im Büro arbeitet. Doch wie sagt Matt einer Frau mit zwei Identitäten, dass er sie loswerden will? Schließlich erklärt er ihr die Situation, doch Jenny schwört als G-Girl erbarmungslose Rache. 

Nach der Trennung steht Matt ein hartes Leben bevor. G-Girl kommt mit der Trennung nicht klar. Sie will Matt für sich behalten oder ihn tot sehen. Anstatt fortan die Stadt vor Gefahren zu beschützen, setzt G-Girl die Superkräfte gegen Matt ein. Dabei steigert sie sich in eine Zerstörungsorgie. Die Rache fängt harmlos mit Matts Goldfisch an. Kurze Zeit später reißt G-Girl ein Loch in Matts Hausdach. Matts Wagen wird aus einem Parkhaus gestohlen, indem die Super-Ex einfach die Wand herausnimmt. Peinlich für Matt wird es, als G-Girl ihn bei einer Präsentation in seiner Architekturfirma blamiert. Höhepunkt ist schließlich, als G-Girl einen Weißen Hai in die Wohnung von Hannah und Matt schleudert, der die beiden töten soll. 

Wie in einem Superheldenfilm üblich, gibt es noch einen Widersacher von G-Girl. Professor Bedlam (Eddie Izzard), der ein Mittel entdeckt hat, das G-Girl die Superkräfte rauben soll. Nur mit Matts Hilfe kann er die Kräfte gegen G-Girl einsetzen. Doch nicht nur G-Girl hat Komplexe, sondern auch Bedlam, der in Wahrheit in G-Girl verliebt ist. 

Die Darsteller haben alle Macken und sind grotesk überzeichnet. Jenny oder G-Girl ist außer einer Superheldin auch eine höllisch eifersüchtige Frau. Sie ist es leid, ständig New York zu retten und weiß die Kräfte auch gegen prinzipiell gute Menschen einzusetzen. Uma Thurman spielt die Superheldin herrlich fies. Luke Wilson spielt mit Matt einen Mann in mittleren Jahren, der sein Singledasein hasst, aber nicht bemerkt, wer die Richtige für ihn ist. Er passt in die Rolle des schüchternen, sympathischen und in die Enge getrieben Single. Die beste Nebenrolle liefert zweifelsohne Eddie Izzard ab. In der Schurkenrolle zeigt er eine Glanzleistung, einen Schurken, der die Superheldin zu Fall bringen will, aber im tiefsten Innern eigentlich in sie verliebt ist. Wenig gut spielt Anna Faris als Matts eigentliche Liebe, sie bleibt leider neben den anderen Darstellern blass. 

Fazit: Ivan Reitman hat eine herrliche Satire auf den Superhelden-Kult entworfen. Im Mittelpunkt stehen nicht die Rettungsaktionen, sondern die menschlichen Fehler von G-Girl. Viele haarsträubende, vollkommen absurde Szenen wechseln sich ab. Die Story ist originell, amüsant und pointiert. Die witzigsten Szenen bauen auf Situationskomik auf. Höhepunkt des Films ist die Attacke des Weißen Hais mitten in einem Appartement in New York. Nur gegen Ende gehen dem Film die Ideen etwas aus. Die Synchronisation ist leider nur mäßig. Für einen kurzweiligen, anspruchslosen Filmabend ist diese Komödie genau das Richtige. 

  

Bewertung: 4 Punkte 

  

(5 Punkte: sehr empfehlenswert; 1 Punkt: nicht empfehlenswert) 


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