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Mit einem Budget von 100 Millionen Dollar waren die Erwartungen an die Verfilmung des Bestsellers von Christopger Paolini sehr hoch. Doch der Auftakt der Trilogie enttäuscht auch eingefleischte Fans des Romans.

In ferner Vergangenheit wurde das Land Alagaesia von Drachenreitern beherrscht. Doch der Drachenreiter Galbatorix (John Malkovich) wollte alleiniger Herrscher des Landes werden und vernichtete alle übrigen Drachenreiter. Heutzutage beherrscht er Alagaesia komplett und das Volk leidet unter unerträglichen Bedingungen. Niemand scheint mächtig genug zu sein, dem Grauen ein Ende zu setzen.

Der einfache Bauernjunge Eragon (Ed Speleers) findet bei einem Jagdausflug ein großes, ovales, blaues Ei. Nach wenigen Tagen entschlüpft dem Ei ein unbekanntes Wesen, das sich bald als riesiger Drache mit Namen Saphira entpuppt. Saphira erklärt dem Helden, dass es seine Bestimmung ist, ein Drachenreiter zu sein. Zusammen wollen sie der tyrannischen Herrschaft von Galbatorix ein Ende setzen. Zuvor muss Eragon noch die Fähigkeiten des Drachenreitens und des Kämpfens erlernen. Hilfe bekommt er dabei vom Sonderling Brom (Jeremy Irons), einem ehemaligen Drachenreiter. Zunächst wenig voneinander begeistert, wächst zwischen Brom und Eragon eine innige Freundschaft. Ein weiter, kämpferischer Weg liegt vor den tapferen Helden. Um an Galbatorix zu gelangen, muss zunächst die junge Königin Arya (Sienna Guillory) aus den Klauen des Schattenmanns Durza (Robert Carlyle) befreit werden.

Die schauspielerischen Leistungen sind teilweise abgrundtief schlecht. In der Rolle des Titelhelden müssen wir Ed Speelers in seinem Debüt ertragen. Seine Mimik beschränkt sich auf einen einzigen Gesichtsausdruck. Die Wandlung vom unerfahrenen Bauernjungen zum heldenhaften Krieger ist nicht nachvollziehbar. Sein Lehrmeister Brom wird von Jeremy Irons verkörpert. Bereits in „Dungeons und Dragons“ zeigte er, wie schlecht er sein kann. Seine Leistung ist auch hier eine Katastrophe. Die Rolle des Lehrmeisters ist eine schlechte Obi Wan Kopie. Der Zuschauer hat leider nie das Gefühl, Brom würde Eragon etwas zeigen. Auch die weiteren Darsteller enttäuschen. Die unbekannte Darstellerin Sienna Guillory bleibt blass, der Schattenmann Robert Carlyle wirkt zwar fies aber nicht bedrohlich, der König John Malkovich tritt nur in wenigen Szenen in Erscheinung.

Die Dialoge der Darsteller sind viel zu einfach. Der Zuschauer könnte den Film fast mitsprechen. Große Enttäuschung ist der Film vor allem für Fans der Romanvorlage. Der 700 Seiten starke Roman wurde auf 90 Filmminuten gestrafft. Komplette Passagen wurden gestrichen, Handlungen wurden zusammengelegt und die Texte wurden geändert und vereinfacht. Höchstens kindliche Gemüter können dem Film etwas abgewinnen. Ein grausamer und aufdringlicher Soundtrack gibt dem Film den Rest.

 Fazit: „Eragon“ ist dank des mehr als dünnen Drehbuchs eine komplette Katastrophe. Schlechte Schauspieler und eine schwache Story machen den Film zum Langweiler. Ohne jede Überraschung wird der Zuschauer über 90 Minuten gequält. In der ersten Hälfte des Films passiert nichts und das Finale ist zu kurz und unübersichtlich geraten. Logische Schwachpunkte hat das Abenteuer genügend. Innerhalb von 10 Sekunden wächst Saphira von einem Baby zu einem ausgewachsenen Drachen, aber wie? Ein vollkommen unterbelichteter Held muss sich mit einem schlecht getricksten Drachen mit einer grässlichen, von Nena gesprochenen Stimme, abplagen.

Ein weiterer Flop in der Reihe der Fantasyfilme. Hoffentlich werden wir von weiteren bereits angedrohten Fortsetzungen der Trilogie verschont.

Bewertung: 1 Punkt 

 (5 Punkte: sehr empfehlenswert; 1 Punkt: nicht empfehlenswert)     

  

 

 


1 Kommentar zu “Fantasyabenteuer: Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter”

unglaublich schlecht.

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