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Nach fast 20 Jahren Kinoabstinenz rettet Superman im fünften Teil der Fantasyreihe wieder die Welt. Da Superman Christopher Reeve 2004 verstarb, wurde er durch den bislang unbekannten Darsteller Brandon Routh ersetzt. Der Fantasystreifen investiert ein Großteil des Budgets in Spezialeffekte. Die Story und die Darsteller sind nur nebensächlich.

Der Film knüpft an die beiden ersten Supermanfilme an und variiert die Grundstory nur geringfügig. Im Grunde ist der Film eine liebevolle Fortsetzung mit wenig neuen Ideen. Nach fünf Jahren kehrt Superman von seinem zerstörten Heimatplaneten Krypton nach Metropolis zurück. Er schlüpft wie gehabt in die Rolle des Zeitungsreporters Clark Kent und rettet nebenbei die Welt. Auch Lois Lane, gespielt von Kate Bosworth, ist noch immer bei der Daily Planet beschäftigt. In wenigen Tagen erwartet Lois den Pulitzer Preis für die Story „Warum die Welt Superman nicht braucht“. Sie ist zwischenzeitlich verlobt und hat einen asthmageplagten kleinen Jungen. Als Gegenspieler bekommt es Superman wieder mit Lex Luthor zu tun, der gerade wegen fehlender Zeugenaussage von Superman, aus dem Gefängnis entlassen wurde. Luthor will einen neuen Kontinenten erschaffen. Ohne Frage kann dies nicht ohne Nebenbedingungen geschehen. Seiner Vorstellung nach soll, um Platz zu schaffen, für den neuen Kontinent fast ganz Amerika weichen. Dies soll Milliarden Menschen das Leben kosten. Superman will Luthor natürlich einen Strich durch den Plan machen.

Für Luthor wurde mit Kevin Spacey („Die üblichen Verdächtigen“) der einzige bekannte Schauspieler verpflichtet. Spacey verkörpert Luthor mit einer hervorragenden darstellerischen Leistung. Er ist neben den Effekten das große Plus des Films. Kevin Spacey hat viel Spaß an der Rolle und ist deutlich besser als Supermandarsteller Brandon Routh. Einziger Nachteil ist, dass die Sympathien der Kinozuschauer eher auf Seiten des Bösewichts liegen, als auf der Seite von Superman. Die übrigen Schauspieler sind eher unbekannt. Für Brandon Routh ist die Rolle des Superman seine erste große Kinorolle. Er spielt solide, zeigt aber keine schauspielerischen Höhepunkte. Die Rolle des Superman und des Clark Kent nimmt man ihm gerne ab. Eine Ähnlichkeit mit Christopher Reeve ist vorhanden und in keiner Szene vermisst der Zuschauer den Original Superhelden. Kate Bosworth in der Rolle der Lois Lane ist schwach. Sie wirkt als Geliebte von Superman, die in Clark Kent nicht die gleiche Person erkennt, fehl am Platz. Die Liebesgeschichte zwischen Superman und Lois wird zu häufig ins Spiel gebracht. Die übrigen Darsteller spielen passabel, keiner ragt aus dem Film heraus oder fällt negativ auf. Fazit: Der Film reiht sich mit seiner Ansammlung aus Spezialeffekten nahtlos an die Superhelden der jüngeren Kinogeschichte an. Er ist an ein junges Publikum gerichtet und verzichtet auf zuviel Gewalt. Story oder Darsteller wurden bei der Effektorgie leider vernachlässigt. Mit 150 Minuten ist der Film zu lang und hat einige deutliche Durststrecken. Die Höhepunkte des Films bündeln sich leider in wenigen Szenen. Sehr sehenswert sind z.B. die Flugzeug Rettungsaktion oder die Entstehung des neuen Kontinents. Viele Klischees, wie der Junge mit Asthma, trüben den Filmspaß. Insgesamt ist Superman Returns ein solider Film, mehr aber auch nicht; besser als Teil 3 und Teil 4 der alten Supermanfilme, reicht aber nicht an die ersten zwei Originalfilme heran.   Bewertung: 3 Punkte 

  (5 Punkte: sehr empfehlenswert; 1 Punkt: nicht empfehlenswert)


1 Kommentar zu “Er fliegt wieder: Superman Returns”

Ich denke das ist eh nur ne Modeerscheinung.

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