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Bislang waren Rettungsschwimmer vor allem aus der Serie „Baywatch“ bekannt. Im neuen Film von Andrew Davis, der mit dem Film „Ein perfekter Mord“ seinen Durchbruch schaffte, soll mit dem Klischee des dummen Retters aufgeräumt werden, dabei bedient sich „The Guardian“ selbst leider bei zu vielen Klischees. 

In der Titelrolle ist der sichtlich gealterte Kevin Costner als Ben Randall zu sehen. Nach einer gescheiterten Rettungsaktion darf die Lebensretter-Legende nicht mehr als aktiver Rettungsschwimmer arbeiten. Fortan ist er für die Ausbildung bei der Küstenwache zuständig. Mit militärischem Drill will er aus einer Gruppe Anfänger gute Retter machen. Schon zu Beginn der Ausbildung werden die schlechten Schüler aussortiert. Nur die besten und anpassungsfähigsten bestehen alle Prüfungen. Unter ihnen ist der Schwimmchampion Jake Fischer (Ashton Kutcher).

„The Guardian“ stellt die Ausbildung zum Rettungsschwimmer in den Mittelpunkt. Dabei werden abwechslungsreiche und harte Trainingsmethoden gezeigt. Dem Ausbilder Ben macht das Training zunächst keinen Spaß, findet dann aber immer mehr Gefallen daran, die Schüler zu quälen. Dies geschieht z.B. mit Trainingsstunden im eiskalten Wasser oder mit dem Schleppen von Steinen auf dem Beckengrund. Schon bald erweist sich Jake als Trainingsbester. Wie in Filmen üblich können sich Ben und Jake zunächst nicht leiden. Erst mit der Zeit erkennt Ben immer mehr Gemeinsamkeiten mit Jake. Schließlich wird Jake, der zwar sportlich topfit ist aber menschliche Schwächen besitzt, von Ben vor dem Rauswurf aus der Kompanie gerettet.

Der Film ist auf die beiden Hauptdarsteller zugeschnitten. Kevin Costner wirkt lustlos, ihm ist das Alter deutlich anzumerken. Ashton Kutcher spielt seine Rolle gut, hat jedoch keine Höhepunkte. Die Nebendarsteller haben in dem Film nur eine untergeordnete Rolle, Darsteller wie Melissa Sagemiller als Jakes Freundin und Sela Ward als Bens ehemalige Frau erfüllen leider jedes Klischee. 

Fazit: Der Film kann dem Ausbildungslehrgang keine neuen Aspekte hinzufügen. Dabei wirkt die Ausbildungszeit stellenweise ermüdend. Der Mittelteil des Films ist zu lang und ideenlos geraten. Besonders bei der Ausbildung werden bekannte Klischees verwendet. Das Motiv, dass Jake die Ausbildung zum Rettungsschwimmer absolviert und nicht an Schwimmmeisterschaften teilnimmt, ist an den Haaren herbeigezogen. Ben wurde zudem eine gescheiterte Ehe angedichtet, die für den Fortgang des Films unwesentlich ist. Nur zum Beginn und zum Ende des Films, wenn die Küstenwache in Aktion ist, kommt Spannung auf. Allerdings mündet die Spannung zum Schluss leider in Pathos. Im Grunde ist der Film eine Werbemaßnahme für die US Küstenwache. „The Guardian“ zelebriert einen Hurra-Patriotismus und lässt keinen Zweifel an den ach so guten Absichten der Rettungsschwimmer aufkommen.

Bewertung: 2 Punkte

(5 Punkte: sehr empfehlenswert; 1 Punkt: nicht empfehlenswert)     

  


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