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Die Historie lebt: Nachts im Museum
 
Seinen neuen Job als Nachtwächter im National History Museum hat sich Larry Daley (Ben Stiller) ganz anders vorgestellt. Statt eine ruhige Kugel zu schieben erwachen die ausgestellten Exponate des Museums jede Nacht zu neuem Leben.
Larry ist der geborene Verlierer. Seine Beschäftigungen wechseln so schnell wie seine Wohnungen. Von seiner Frau ist er geschieden und seinen kleinen Sohn darf er nur am Wochenende sehen. Wenig erfolgsversprechend ist auch sein neuer Job als Nachtwächter in einem New Yorker Museum. Aus Rationalisierungsgründen werden die bisherigen drei Nachtwächter gefeuert und er muss den Job alleine bewältigen. Die ernstgemeinten Warnungen der ehemaligen Nachtwächter, nichts aus dem Museum rein- oder rauszulassen kommen Larry zwar merkwürdig vor, er beachtet die Warnung aber nicht. Auch die Papiere mit den Verhaltensregeln interessieren ihn nicht. Doch schon am ersten Abend wartet eine böse und fast tödliche Überraschung auf Larry.
Das Museum erwacht dank einer alten ägyptischen Tafel bei Sonnenuntergang zum Leben. Plötzlich sieht sich Larry mit dem gesamten Museum konfrontiert. Tiere und Personen aus den unterschiedlichsten Zeitepochen treffen aufeinander. Das Skelett vom Tyrannosaurus Rex jagt seinem eigenen Knochen hinterher. Die Miniatur-Römer jagen die Eisenbahnbauer vom Wilden Westen und Larry wird vom Hunnenkönig Attila und den gefräßigen Löwen gejagt. Schon die erste Nacht treibt den Puls von Larry in die Höhe. Wie soll er nur eine Nacht im Museum überleben, zumal der Affe ständig die Schlüssel von Larry stibitzt und die Verhaltensregeln von Larry zerreizt. Hilfe findet Larry nur in der Wachsfigur von Theodore Roosevelt, der ihm hilfreiche Überlebenstipps gibt.
Jeden Morgen bei Sonnenaufgang ist der ganze Spuk vorbei, alles ist ruhig. Die Figuren nehmen ihre gewohnte Stellung ein, ist eine Figur bei Sonnenaufgang außerhalb des Gebäudes, so zerfällt sie zu Sand. Niemand ahnt, was jede Nacht seit 52 Jahren im Museum abläuft.
Larry findet sich langsam mit dem Job ab und findet Gefallen am aktiven Museum. So verläuft der zweite Tag bereits viel geschmeidiger. Am dritten Tag will er seinem kleinen Sohn seinen aufregenden Job zeigen, doch etwas ist anders als sonst. Alles bleibt still und er ist plötzlich mit den drei alten Nachtwächtern konfrontiert, die es auf die alte Tafel von Ahkmenrah, die von zwei Schakalen bewacht wird, abgesehen haben. Zusammen mit dem kompletten Museum macht Larry sich auf die Jagd nach den Räubern.
Dank des Treibens im Museum fallen die teils sehr mäßigen Darstellerleistungen nicht schwer ins Gewicht. Hauptdarsteller Larry spielt solide wenn auch nicht herausragend. Robin Williams kann als ehemaliger Präsident nicht überzeugen. Seine Rolle ist leider nicht humorvoll und auch die Liebesgeschichte mit der Fährtenleserin Sacajawea ist langweilig.  Die drei alten Nachtwächter werden von den Serienstars Bill Crosby, Dick van Dyke und Mickey Rooney dargestellt. Ihre Geschichte wirkt aufgesetzt und ist wenig glaubwürdig. Die schauspielerischen Leistungen sind jedoch gut.
Fazit: Insgesamt zeigt der Film drei Nächte im Museum. Dabei erweist sich die erste Nacht als amüsanteste. Mit sehenswerten Special-Effects verblüfft Regisseur Shawn Levy vor allem die jüngeren Zuschauer. Der Film ist recht harmlos. Die Geschichten werden nicht richtig variiert. Ist in der ersten Nacht alles neu, so wiederholt sich in den nächsten Nächten vieles. Die Story ist einfach gestrickt und vollkommen hanebüchen. Die Moral des Films ist einfach und keineswegs überzeugend. Für Kinder ist der Film ein Riesenspaß, ältere Zuschauer werden sich vor allem ab der Mitte des Films langweilen.
 
Bewertung: 3 Punkte
 
(5 Punkte: sehr empfehlenswert; 1 Punkt: nicht empfehlenswert)


1 Kommentar zu “Die Historie lebt: Nachts im Museum”

owen wilson brilliert!

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