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Chazz Michael Michaels (Will Ferrell) und Jimmy MacElroy (Jon Heder) sind die wohl besten Eiskunstläufer der Welt. Nach einem Eklat gehen die Rivalen zusammen im Paarlauf auf das Eis. 

Sowohl Chazz als auch Jimmy gewinnen bei den Welt Winterspielen im Eiskunstlauf die Goldmedaille. Da bei der Medaillenvergabe beide in Streit geraten und das Maskottchen in Brand stecken wird ihnen der Sieg aberkannt. Zusätzlich werden die beiden lebenslang für den Eiskunstlauf gesperrt. Fortan geraten die verfeindeten und in ihrer Lebensweise vollkommen unterschiedlichen Männer immer mehr in die Vergessenheit. 

Der Macho und sexsüchtige Chazz, der bereits als Kind auf die schiefe Bahn geriet und erst durch das Eiskunstlaufen den Mut am Leben zurückgewann, arbeitet in einem lächerlichen Kostüm für eine billige Bühnenshow für Kinder. Er ertränkt seine Sorgen im Alkohol. Das Adoptivkind Jimmy wird von seinem Vater wegen der Disqualifizierung vom Eiskunstlauf entadoptiert. Er verdient sein Geld in einem Supermarkt, schafft es aber nicht einmal einem kleinen Mädchen Schlittschuhe zu verkaufen. Beide sehnen sich nach einer Abwechslung im Leben, doch sie sind fürs Eiskunstlaufen gesperrt. 

Hilfe findet Jimmy in einem Stalker. Er gibt ihm den Tipp, dass er zwar für die Einzeldisziplin gesperrt ist, aber durchaus als Paar auftreten kann. Da die Qualifikation für die Welt Winterspiele bereits in zwei Tagen stattfindet und er innerhalb dieser Zeit keine geeignete Frau finden kann, kommt sein Trainer (Craig T. Nelson) auf eine waghalsige Idee: Wieso bildet Jimmy kein Team mit dem ebenfalls gesperrten Chazz? Der Beginn des ersten männlichen Teams in dieser Disziplin. 

Auch nach mehr als drei Jahren sind die beiden in Topform. Problem ist nur: die beiden können sich nicht ausstehen und geraten immer wieder in Streit. Also ist hartes Training angesagt und der wohlbeleibte Chazz muss sich einer Diät unterziehen. Ohne größere Probleme übersteht das Team die Qualifikation, aber im Finale erwartet die beiden das intrigante Geschwisterpaar Stranz und Fairchild Van Waldenberg (Amy Pochler, Will Arnett). Diese wollen mit Hilfe der hübschen Katie (Jenna Fischer) die Teilnahme des männlichen Duos an den Spielen verhindern. Sie schmieden immer neue Pläne, um Chazz und Jimmy zu boykottieren. Mal wird Katie als Spionin eingesetzt, mal wirft Stranz eine Kugel ihrer Halskette aufs Eis, um die Disziplin der beiden zu zerstören. Doch nichts kann das Paar aufhalten, zudem ihr Trainer den sagenumwobenen eisernen Lotus, der bislang erst in Nordkorea erfolglos getestet wurde, mit ihnen einstudiert hat. 

Will Ferrell kann in der Rolle des Macho Chazz Michael Michaels überzeugen. Ihm ist die Spielfreude sichtlich anzumerken. Jon Heder tut sein bestes, kommt aber nicht über eine solide Leistung heraus. Auch Amy Pochler und Will Arnett machen ihre Sache gut. Schwachpunkt des Films ist Jenna Fischer in der Rolle der Katie, die eine Liebesaffäre mit Jimmy beginnt. 

Fazit: „Die Eisprinzen“ bietet leider eine sehr einfältige und unglaubwürdige Story. Obwohl der Film nur 90 Minuten Laufzeit hat, müssen einige Durststrecken, vor allem in der Mitte des Films, überwunden werden. Ansehnlich ist der Film lediglich bei den Szenen auf dem Eis. Einsamer Höhepunkt ist zweifellos die Verfolgungsjagd von Chazz Michael Michaels mit Fairchild Van Waldenberg auf Kuven. Die Liebesgeschichte von Jimmy MacElroy und Katie wirkt an den Haaren herbeigezogen. Viele Gags sind einfach nur peinlich, gehen zu oft unter die Gürtellinie und sind reichlich abgedroschen. Völlig grundlos gipfelt der Film in einem peinlichen Finale. „Die Eisprinzen“ ist nur Fans des Eiskunstlaufs und belangloser Unterhaltung zu empfehlen. 

  

Bewertung: 2 Punkte 

  

(5 Punkte: sehr empfehlenswert; 1 Punkt: nicht empfehlenswert)


13 Kommentare zu “Die Eisprinzen – Zwei Männer auf Eis”

…also ich fand „die Eisprinzen“ gar nicht so schlecht – mag daran liegen, dass Will Ferell einfach urkomisch ist. Die „eiserne Lotusblüte“ war zum Brüllen komisch!

Bin mir noch nicht sicher ob ich den sehen will.

Ich hab übrigens selber einen Blog wo ich meine Filmkritiken veröffentlicht habe. Würde mich freuen wenn mal reingeschaut und auch kommentiert wird 🙂

http://www.myblog.de/moviezombie

Dieser Film war einer der schlechtesten, die ich in den letzten paar Monaten gesehen habe. Einfach nur stumpf

Ich fand den Film einfach sau cool!!! Der is so dämlich, dass er schon wieder gut ist!!! Die zwei sind echt ein Dreamteam!!!

Na ich weiß nicht, mit einem Bier dazu war er ganz lustig, brachialer Hau-Drauf-Humor unter der Gürtellinie, aber ohne Bier eher peinlich.

:)) Hab mir das ding gestern mit meinen kumpels reingezogen, auf dvd, in english, und wir haben uns köstlich dabei amüsiert. Klar, kein film mit Anspruch, aber tolle Unterhaltung!

Fand ihn voll schwul 😉
Nein, mal im ernst: wer auf Brachialhumor ohne Anspruch steht, der wird den Film genießen können.

Na ja, ziemlich schlapper Film! Lebt einzig von der „Idee“, dass zwei Heteros sich schwul geben. Gähn … Witzig ist dabei einzig der Schluss, der herrlich überdreht ist.

fand ihn auch bischen „warm“ 😉

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Ich fande den Film eigentlich recht unterhaltsam, nun ja ist ja alles wie immer Geschmacksache…

Toller Beitrag. Hab wieder was gelernt, Danke

Ich habe mich überreden lassen diesen Film mit meinen Freundin anzuschauen, eigentlich stehe ich nicht auf solche Filme, aber na ja… Deine Kritik ist zutreffend, die Story ist wirklich weit entfernt von der Realität.

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