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Mit Crank schufen die Werbefilmer Mark Neveldine und Brian Taylor ein rasantes und wirklich krankes Regiedebüt. Chev Chelios (Jason Statham) wird vergiftet und versucht seine zukünftigen Mörder zu finden.

Der Profikiller Chev erwacht, nachdem er den Drogenboss Don Kim (Keone Young) ermordet hat, in seinem Zimmer. Per Videobotschaft erfährt er, dass er durch eine Giftspritze mit einem chinesischen Synthetikmittel vergiftet wurde. Seine Lebenserwartung beträgt im besten Fall noch knapp 60 Minuten. Chev kann nur überleben, wenn er seinen Adrenalinspiegel hochhält. Statt in Ruhe zu sterben, versucht er seinen Adrenalinspiegel zu puschen, seine Mörder zu finden und zu töten.

Ein rasanter Amoklauf beginnt. Mit wilden Verfolgungsjagden, schnellem Sex, Drogen, Elektroschockern und der telefonischen Mithilfe seines Arztes Doc Miles (Dwight Yoakam) verhindert Chev seinen Tod. Mit seinen Mitmenschen geht Chev nicht zimperlich um. Er liefert sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei durch ein Einkaufscenter und hetzt sowohl brutale Killer als auch die Presse auf sich. Dabei ärgert er nicht nur die Polizei, sondern auch seine zukünftigen Mörder. Diese bereuen schon bald, ihn nicht sofort umgebracht zu haben. Immer mehr Personen werden durch seinen Amoklauf in Mitleidenschaft gezogen. Das Ziel, seine Mörder zu finden, erreicht er sehr schnell. Schon bald muss der Bruder des Gangsterbosses das Zeitliche segnen. Immer mehr Personen im Umfeld seiner Mörder bezahlen mit ihrem Leben. Am Ende des Actionfeuerwerks gibt es einen fulminanten Showdown im Hubschrauber.

Der Film ist der beste Actionfilm der vergangenen Jahre. Dem Zuschauer wird keine Ruhepause gegönnt. Alle Szenen sind rasant geschnitten. Die Musik ist laut und passt zu der dunklen Stimmung. Die Methoden Adrenalin zu beschaffen, werden im Laufe des Films immer ausgefallener und kranker. Mit Brutalität wird nicht sparsam umgegangen. Skurrile Sprüche runden das Filmvergnügen ab. Zur Story kann nicht viel gesagt werden, sie ist einfach gestrickt, aber dennoch sehr wendungsreich. 80 Minuten lang wird ein enormes Tempo eingehalten. Zum Luftholen ist keine Zeit. Die Einfälle der Regisseure überraschen immer wieder. Einziger Kritikpunkt ist das offensichtliche Product-Placement. Mehrmals wird für Red Bull und Google geworben. Wer keine Action mag ist in diesem Film falsch.

Der Film ist komplett auf seinen Hauptdarsteller zugeschnitten. Jason Statham, der schon in „Transporter 2“ eine überzeugende Darstellung zeigte, ist als Killer Chev Chelios eine Wucht. Er liefert eine brillante und trotz der abgedrehten Story sehr glaubhafte Darstellung des Todkranken ab. Jason Statham treibt die Story immer weiter voran. Kein Darsteller hätte diese Rolle verkörpern können, Darsteller wie Bruce Willis in „Stirb langsam“ gehen mit wesentlich weniger Action zur Sache. Auch die Nebendarsteller fallen positiv auf. Amy Smart spielt Chevs naive Freundin Eve, die trotz seines Amoklaufs zu ihm hält, glaubwürdig. Auch die Killer sind gut und gemein besetzt, obwohl ihre Lage immer verzweifelter wird. Dwight Yoakam als Chevs Arzt hat eine herausragende Nebenrolle. Seine Tipps sind aus ärztlicher Sicht zwar zweifelhaft, aber die Darstellung des Arztes ist einfach herrlich.

Fazit: Crank – Aber genial.

   

 

Bewertung: 5 Punkte

  (5 Punkte: sehr empfehlenswert; 1 Punkt: nicht empfehlenswert)


2 Kommentare zu “Chev Chelios ist: Crank”

[…] Algerien in 1959 und den Krieg der Rebellen der FLN gegen die Besatzungsmacht der Franzosen.] > Crank [Jason Statham in einem actionhaltigen Lauf gegen die Zeit um sein Leben, nicht so tiefgehend, aber […]

der film hält einem wirklich den adrenalin spiegel hoch.

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