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Der bereits dritte Teil der Autoactionreihe „The Fast and the Furious“ versucht mit rasanten Rennszenen Kasse zu machen. Nachdem der zweite Teil sich dem ersten geschlagen geben musste, kann auch der dritte Teil nicht überzeugen. 

Für den dritten Teil wurde fast die komplette Darstellerriege ausgetauscht und mit Justin Lin ein Regieneuling gefunden. Allein für die Autos wurden 7 Millionen Dollar des Budgets investiert. Für die Story blieb leider kein Geld mehr übrig, daher fällt sie noch bescheidener aus als in den Vorgängerfilmen. Teenie Sean Boswell verlässt die USA und zieht nach Tokio, da er in den USA wegen Raserei gesucht wird. Kaum in Tokio angekommen lernt er in engen Parkhäusern das Driften kennen. Nach Anfänglichen Schwierigkeiten versucht er seine Drifttechnik zu perfektionieren und tritt gegen Ende zum finalen Driftduell an einem Gebirgshang an. Unter Driften ist die seitliche Bewegung eines Fahrzeugs in einer Kurve gemeint. Für Anfänger bietet sich das Driften mit einer Handbremse an. Driften ist besonders in Japan beliebt.

Als Hauptdarsteller ist Lucas Black in der Rolle des Sean nicht geeignet. Er spielt einen 17-jährigen, obwohl er bereits 23 Jahre alt ist und wie 35 aussieht. Dieser Film legt es nicht auf ausdifferenzierte Charaktere an. Es spielen keine bekannten Gesichter, abgesehen von Hip Hop Star Bow Wow als Schwazmarkthändler, im Film mit. Die Darsteller sind austauschbar und besitzen keinen Wiedererkennungswert. Die eigentlichen Darsteller sind die PS-Boilden und die Rennszenen. Ging es in den ersten beiden Teilen um rasante Straßenszenen, so findet das Driften in Teil 3 in engen Räumen oder nicht befahrenen Straßen statt. Die Rennszenen sind imposant und rasant geschnitten. Langweilig wird der Film nie.

Großes Manko des Films ist der grauenhafte Soundtrack. Zu oft steht die aufdringliche Musik im Vordergrund und diese nervt mit der Zeit immer mehr. Der Sound ist auf die Jugend abgestimmt und nur laut. Der Film lässt kein Klischee aus, von japanischen Mädchen in Schuluniform bis zur bösen Yakuza.

Fazit: Rennsportfans werden ihre helle Freude haben. Mit dem Driften bietet der Film eine Rennart an, die bislang in Filmen nicht vorkam. Zum Schluss gibt es im Film eine wirklich gelungene Überraschung. Mainstream Kino wie es vollendeter nicht sein kann. Ein inhaltlich missratener Film, aufgrund der soliden Autoaction aber für Autofans unbedingt empfehlenswert. Personen die mit Autos nicht viel anfangen können sollten sich den Film nicht ansehen.

  

Bewertung: 2 Punkte

  (5 Punkte: sehr empfehlenswert; 1 Punkt: nicht empfehlenswert)


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